Antwortmöglichkeiten für die Frage nach Stärken und Schwächen

Möglichkeiten, die immer wiederkehrende und von Bewerbern überaus gefürchtete Frage nach den persönlichen Stärken und Schwächen kreativ zu beantworten, gibt es viele - überzeugend sind aber nur die Antworten, die gut durchdacht, authentisch und ehrlich präsentiert werden.

Nennung der Stärken im Vorstellungsgespräch

Die Nennung persönlicher Stärken ist sicherlich der angenehmere Part, für viele Bewerber jedoch trotzdem schwer zu beantworten, weil sie sich einerseits nicht in den Vordergrund drängen möchten und andererseits zu selten über ihre positiven Eigenschaften nachdenken. Dabei kann die Nennung gut überlegter positiver Seiten durchaus ein wichtiger Schritt in Richtung Arbeitsvertrag sein.

Bewerber sollten jedoch darauf achten, dass ihre Auswahl an Stärken auch dem Anforderungsprofil der Stelle angepasst wird und immer zusammen mit erläuternden Beispielen genannt wird.

Klassische und solide Antwortmöglichkeiten auf die Frage nach den eigenen Stärken sind u.a.:

  • Ruhige und konzentrierte Arbeitsweise

    Stärken_Vorstellungsgespräch

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  • Teamfähigkeit und Sozialkompetenz
  • Hohe Belastbarkeit in Stresssituationen
  • Sehr gute Lernfähigkeit und Auffassungsgabe
  • Flexibilität bei Aufgaben, Einsatzgebieten, Einsatzzeiten etc.
  • Kreativität
  • Interesse und Wissbegierde für neue Aufgaben
  • Hohe Motivation und Bereitschaft zu grossem Engagement
  • Vielseitige Begabungen und Interessen
  • Zielstrebigkeit, Ehrgeiz und Gewissenhaftigkeit

Positive Eigenschaften wie die oben genannten sollten jedoch nicht unausgeschmückt in den Raum geworfen werden, sondern stets in einem geeigneten Kontext präsentiert werden.

Ein mögliches Beispiel hierfür:

  • "Ich bin sehr zuverlässig." - Begründung für einen Abiturienten: "So habe ich in der Schule nie gefehlt, habe meine Hausaufgaben immer zuverlässig erledigt, bin immer pünktlich und wende mich bei auftretenden Problemen an entsprechende Personen. "

Nennung der Schwächen im Vorstellungsgespräch

Die Angst sitzt mit am Tisch: Die Nennung der Schwächen im Vorstellungsgespräch lässt die meisten Bewerber zittern. Doch die Kunst der Beantwortung dieser Frage liegt ganz allein darin, potenzielle Schwächen wie Stärken aussehen zu lassen und unangebrachte, wenn auch ehrliche Antworten, lieber unter den Tisch fallen zu lassen.

Klassische und solide Antwortmöglichkeiten auf die Frage nach den eigenen Schwächen sind u.a.:

Schwächen_Vorstellungsgespräch

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  •  Zu hohe Ansprüche an sich selbst und an seine eigene Leistung
  •  Übertriebener Perfektionismus
  •  Bedarf an Rückversicherung und Feedback des Auftraggebers
  •  Ungeduld
  •  Überpünktlichkeit
  •  Detailbesessenheit
  •  mangelnde Praxiserfahrung

Insbesondere in negative Eigenschaften wie "zu hohe Ansprüche an sich selbst" oder der "gewisse Bedarf an Rückversicherung" lassen sich gekonnt Eigenschaften wie Sorgfalt, Genauigkeit und hohe Ansprüche an sich selbst oder Zuverlässigkeit und Bescheidenheit hineindeuten, die wiederum als positive Eigenschaften gewertet werden können.